Die Polizeiliche Kriminalstatistik für den Landkreis Rostock 2019

Die Polizeiliche Kriminalstatistik für den Landkreis Rostock 2019

Ungelesener Beitragvon Maik Thomaß » 29.03.2020, 13:51

Die Polizeiliche Kriminalstatistik für den Landkreis Rostock 2019


Güstrow (ots) - Die Kriminalitätsentwicklung im Landkreis Rostock im Jahr 2019 ist im Vergleich zum Vorjahr gekennzeichnet durch:

- einen Anstieg der Straftaten um 3,1 %
- eine Aufklärungsquote von 65,3 %
- einen Anstieg der Rauschgiftdelikte um 59,0 %
- einen Anstieg der Betrugsstraftaten um 16,2 %
- einen erneuten Rückgang der Diebstahlsdelikte um 8,7 %



Im Vergleich zum Jahr 2018 stieg die Gesamtzahl der Straftaten im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Güstrow um 3,1 Prozent auf 10.788.

Die Kriminalitätsbelastung für die Bevölkerung im Landkreis Rostock stieg damit erstmals seit 2 Jahren wieder an. Je 100.000 Einwohner sind nun 5.026 Straftaten zu verzeichnen.

Mit 65,3 % erhöht sich die Aufklärungsquote zwar nur marginal, aber dennoch um 1,4%.

Im Berichtszeitraum 2019 wurden im Vergleich zum Vorjahr mehr Tatverdächtige ermittelt (2019: 4.910; 2018: 4.658), wobei 76,2 %. männliche Tatverdächtige sind. Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen liegt mit 592 bei 12,1 % (2018 = 12,9%). Überwiegend kommen die Täter aus Syrien, Polen, Rumänien und Afghanistan.

Entgegen der Landeszahlen stagniert die Zahl der Rohheitsdelikte und ist auf dem Niveau des Jahres 2018 mit 1.875 Fällen. Übereinstimmend mit der Aussage des Innenministers Lorenz Caffiers stieg auch die Zahl der Widerstandsdelikte gegen die Staatsgewalt um 11,5 Prozent. Somit ist auch im Landkreis Rostock eine zunehmende Aggressivität gegenüber der Staatsgewalt zu erkennen.

Anzahl Straftaten

Bei Straftaten gegen das Leben wurden 2019 im Landkreis Rostock 7 Fälle erfasst und zu 100% aufgeklärt. Die Zahl ist damit ebenfalls auf dem Vorjahresniveau. Ein herausragender Fall ist der Mord an einer Rentnerin aus Güstrow, die im September 2019 in ihrem Wohnhaus erschlagen wurde.

Kongruent zu den Fallzahlen des Bundeslandes sank die Zahl der Diebstahlsdelikte um 8,7 Prozent und die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung um 10,5 Prozent. So setzte sich der Trend auch bei Wohnungseinbrüchen fort und es bleibt festzustellen, dass sich diese Zahl seit dem Jahr 2016 (203 Fälle) mehr als halbiert hat (2019 – 93 Fälle). Dies kann auf die stetige Präventionsarbeit und die verbesserte Sicherheitstechnik zurückzuführen sein. Die Kern-Aussage „Eigentum verpflichtet“ sollte für jeden Eigentümer ein Grundgedanke bei der Sicherung seines Eigentums spielen.

Bei Eigentumsdelikten, im Bereich der Fahrräder und E-Bikes, ist weiterhin der Schwerpunkt in den Urlaubsregionen Kühlungsborn, Rerik und Graal-Müritz zu sehen. 372 Fälle wurden im Jahr 2019 registriert, im Jahr 2018 wurden 417 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Einigkeit herrscht weiterhin darüber, dass auch hochpreisige E-Bikes „relativ einfach“ zu entwenden sind und der Gewinn für die Diebe hoch ist. Daher geben wir nochmals folgende Empfehlung: Wenn Sie teure Fahrräder kaufen, dann geben Sie auch mehr Geld für gute Fahrradschlösser aus, damit Sie nicht am falschen Ende sparen.

Die Anzahl der Vermögens- und Fälschungsdelikte ist im Jahr 2019 um 7,6 Prozent auf 1665 Fälle angestiegen (2019 = 1547 Fälle). Während Delikte wie Urkundenfälschung, Unterschlagung u. a. rückläufig sind, stieg der Zahl der am häufigsten vertretenen Betrugsdelikte um 16,2 Prozent an. So ist weiterhin ein Anstieg in den Betrugsbereichen Cybercrime und Straftaten zum Nachteil älterer Menschen zu verzeichnen. Täter geben sich als Polizeibeamte, Verwandte oder Lottounternehmen (u.a.) aus, nutzen so die soziale Isolation der älteren Personen und erbeuten vereinzelt hohe Geldbeträge.

Entsprechend dem Anstieg der Rauschgiftdelikte auf Landesebene stieg auch der Anteil der Rauschgiftdelikte im Landkreises Rostock um 59,0 Prozent an. Dieser Deliktsbereich ist dominiert durch Allgemeine Verstöße gem. § 29 Betäubungsmittelgesetz und das Dunkelfeld kann weiterhin nur durch konsequente Kontrollen aufgehellt werden. Seit 2017 haben sich die Fallzahlen in diesem Bereich mehr als verdoppelt.



Die Daten zur Kriminalität im Landkreis Rostock gehen grundsätzlich mit den Daten auf Landesebene einher. Tendenzen bei den Gesamtfallzahlen und in vielen anderen Bereichen (z. B. Rauschgiftdelikte) sind ansteigend. Dennoch sind je 100.000 Einwohner 5.026 Straftaten zu verzeichnen und damit weniger als im Landesdurchschnitt (2019: 6916 Straftaten je 100.000 Einwohner). Der Landkreis Rostock bleibt somit weiterhin ein sicherer Landkreis.

Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108766/4558763
Redaktion Maik Thomaß

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