Wesentliche Änderung einer bestehenden Biogasanlage der Aalberts-Krap GmbH am Standort Schlieffenberg

Wesentliche Änderung einer bestehenden Biogasanlage der Aalberts-Krap GmbH am Standort Schlieffenberg

Ungelesener Beitragvon Maik Thomaß » 29.06.2020, 06:22

Wesentliche Änderung einer bestehenden Biogasanlage der Aalberts-Krap GmbH am Standort Schlieffenberg


Bekanntgabe nach § 10 Abs. 3 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)
Nr.AA-Nr.: 28/2020 | 29.06.2020 | StALU MM | Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg


Die Aalberts-Krap GmbH, Schlieffenberger Dorfstraße 11 in 18279 Lalendorf OT Schlieffenberg beabsichtigt in der Gemeinde Lalendorf, Gemarkung Schlieffenberg, Flur 1, Flurstücke 42/2 und 42/3 die bestehende Biogasanlage (BGA) durch Änderungsmaßnahmen hinsichtlich der Betriebsweise und Beschaffenheit wesentlich zu ändern.

Gegenstand der wesentlichen Änderung sind die Erhöhung der Inputstoffmengen von 122 t/d auf 137 t/d, die Installation von drei Radialventilatoren zur Verbesserung der Biogasförderung sowie die Entdrosselung der Blockheizkraftwerke 5 und 6 auf jeweils 576 kW Feuerungswärmeleistung. Durch die geplante Änderung kommt es zu einer Erhöhung der bisher genehmigten Feuerungswärmeleistung von 2.124 kW auf 2.278 kW, die jährliche Biogasproduktionskapazität von 3,87 Mio. Nm³ bleibt unverändert.

Für die geplante Änderung der Anlage wurde eine Genehmigung nach § 16 des BImSchG in Verbindung mit den Nummern 8.6.3.1 Verfahrensart G und E und 1.2.2.2 Verfahrensart V des Anhangs 1 der Vierten Verordnung zur Durchführung des BImSchG (4. BImSchV) bei der zuständigen Genehmigungsbehörde, dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg, beantragt. Der Änderungsantrag wurde mit Datum vom 19.12.2018 gegenüber dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg eingereicht. Maßgebende Vorschrift für die Beteiligung der Öffentlichkeit ist neben § 10 BImSchG die Neunte Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes (9. BImSchV).

Für das beantragte Vorhaben ist die Durchführung einer allgemeinen Vorprüfung des Einzelfalls gemäß § 9 Abs. 2 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) i.V.m. Nummer 8.4.2.1 der Anlage 1 zum UVPG erforderlich.

Zuständige Behörde für die Durchführung des Genehmigungsverfahrens gemäß § 16 BImSchG und die allgemeine Vorprüfung des Einzelfalls gemäß § 9 Abs. 2 UVPG i.V.m. Nummer 8.4.2.1 der Anlage 1 zum UVPG ist das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg. Hier sind relevante Informationen zum Vorhaben erhältlich.

Das Vorhaben wurde erstmals am 09.03.2020 im Amtlichen Anzeiger - Anlage zum Amtsblatt für M-V (AmtsBl. M-V/AAz. 2020 S. 89) und auf der Internetseite des StALU Mittleres Mecklenburg öffentlich bekannt gemacht und vom 16.03. bis 15.04.2020 im StALU MM ausgelegt. Im Amt Krakow am See konnte die Auslegung in dem Zeitraum aufgrund der derzeitigen Situation (Pandemie Coronavirus [COVID-19]) nicht stattfinden. Die fehlende Auslegungszeit wird nunmehr nachgeholt.



Der Antrag und die dazugehörigen Unterlagen werden unter Beachtung der unten stehenden Hinweise wie folgt zur Einsichtnahme ausgelegt:



Im Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres MecklenburgAn der Jägerbäk 3
18069 Rostock,
Zimmer 3.24
Mo: 8.00 – 16.00 Uhr

Di: 8.00 – 17.00 Uhr

Mi: 8.00 – 16.00 Uhr

Do: 8.00 – 17.00 Uhr

Fr: 8.00 – 13.00 Uhr

Im Amt Krakow am See
Markt 2
18292 Krakow am See,

Mo: 8.30 – 12.00

Di: 8.30 – 12.00 und 13.30 – 18.00 Uhr

Mi: ---

Do: 8.30 – 12.00 und 13.30 – 16.00 Uhr

Fr: 8.30 – 12.00 Uhr



Die Auslegung des Antrags sowie der Antragsunterlagen beginnt am 06.07.2020 und endet mit Ablauf des 05.08.2020.

Schriftliche oder elektronische Einwendungen gegen das Vorhaben können gemäß § 10 Abs. 3 BImSchG i. V. m. § 12 Abs. 1 der 9. BImSchV bis einschließlich 07.09.2020 bei den o.g. Behörden oder unter Verwendung der Mailadresse poststelle@stalumm.mv-regierung.de, bei vollständiger Namens- und Adressangabe erhoben werden.

Einwendungen sollen erkennen lassen, welches Rechtsgut oder Interesse aus der Sicht des Einwenders verletzt wird.

Nach Ablauf dieser Frist sind weitere Einwendungen ausgeschlossen, die nicht auf besonderen privatrechtlichen Titeln beruhen.

Die Einwendungen werden dem Antragsteller sowie den beteiligten Behörden bekannt gegeben, deren Aufgabenbereich von den Einwendungen berührt ist. Der Einwender kann verlangen, dass sein Name und seine Anschrift (vor der Bekanntgabe) unkenntlich gemacht werden, wenn diese zur ordnungsgemäßen Durchführung des Genehmigungsverfahrens nicht erforderlich sind.

Der am 16. Juli 2020 ab 10.00 Uhr und falls erforderlich an den Folgetagen in den Räumlichkeiten des „Uns Dörpkraug“ in 18279 Lalendorf OT Roggow, Teterower Straße 8 anberaumte Erörterungstermin wird aufgrund der mit der COVID-19-Pandemie verbundenen Probleme gemäß § 10 Abs. 6 BImSchG i. V. m. § 12 Absatz 1 9. BImSchV vorerst abgesagt.

Unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie wird die Genehmigungsbehörde nach Ablauf der Einwendungsfrist gemäß § 10 Abs. 6 BImSchG entscheiden ob ein neuer Erörterungstermin stattfindet.

Die Entscheidung über den Genehmigungsantrag wird den Personen, die Einwendungen erhoben haben, zugestellt. Die Zustellung der Entscheidung kann gemäß § 10 Abs. 8 BImSchG durch öffentliche Bekanntmachung ersetzt werden.

Hinweis:

In der Auslegungsstelle 1 (StALU MM) werden aufgrund der Corona-Pandemie Maßnahmen zum Infektionsschutz getroffen. Deshalb kann der sonst gewohnte, ungehinderte Zugang zu den Unterlagen in dem Amt im genannten Zeitraum nicht gewährt werden. Aus diesem Grund ist eine Terminvereinbarung zwingend unter der Tel.-Nr.: 0385-58867503 für die Einsicht der Antragsunterlagen erforderlich.
Redaktion Maik Thomaß

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