Chance Wasserstoffwirtschaft: Nationale Beschlüsse zur Energiewende jetzt umsetzen!

Chance Wasserstoffwirtschaft: Nationale Beschlüsse zur Energiewende jetzt umsetzen!

Ungelesener Beitragvon Maik Thomaß » 26.06.2020, 10:43

Chance Wasserstoffwirtschaft: Nationale Beschlüsse zur Energiewende jetzt umsetzen!


Schwerin - Die zahlreichen Beschlüsse auf Bundes- und Landesebene zur Energiewende müssen durch Projekte im Land zeitnah umgesetzt werden, fordert die IHK zu Schwerin.



„Die Kopplung von Energiewende und Wasserstoffwirtschaft bietet enormes Potential für das Land Mecklenburg-Vorpommern“, so Matthias Belke, Präsident der IHK zu Schwerin. Die IHK fordert deshalb das Land auf, hier jetzt zukunftsweisende Projekte durch Förderungen zu starten. „Die endlich erkennbare Markteinführung wird in der ersten Phase bundesweit nicht wirtschaftlich sein. Durch eine kluge und zukunftsorientierte Förderung kann es aber gelingen, sich an die Spitze der Wasserstoff-Bewegung zu setzen“, so Belke weiter. Offene Regelungen zu Steuern und Abgaben verteuern derzeit den Rohstoff Wasserstoff. Bis zum Abbau der diskriminierenden Regelungen darf und soll das Land MV aber nicht warten, so der Appell der Wirtschaftsvertreter.

Der Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft

Die notwendigen Schritte zum Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft sind klar erkennbar: Der Aufbau von Produktionsstätten zur Umwandlung von Erneuerbaren Energien ist der erste Schritt. „Rostock-Laage ist der Anfang. Mit der Umsetzung der Projekte aus dem Reallaborwettbewerb könnten Elektrolyseurstandorte mit dezentralen Speicherungen in Schwerin und anderen Standorten aufgebaut werden“, so Belke weiter. Valluhn-Gallin ist ein prädestinierter Standort für eine Großproduktion von Wasserstoff. Dort verläuft die Windsammelschiene und der Windstrom könnte dort zu grünen Wasserstoff umgewandelt und in den nahen Salzkavernen gespeichert werden“, so Belke. „Mit zunächst 5 Tankstellen an den Autobahnen A 20 und A 24 kann so ein Netz von Betankungsmöglichkeiten aufgebaut werden.“
Zahlreiche Unternehmen stehen landesweit in den Startlöchern, um wasserstoffgetriebenen LKW einzusetzen. Auch Fahrzeuge des ÖPNV und Kommunalfahrzeuge könnten ersetzt werden. „Mit diesen ersten Schritten kann Mecklenburg-Vorpommern ein Vorreiter werden. Die Wasserstoffenergie könnte die Wirtschaft in MV in der Breite durch mehr Wertschöpfung auf vielen Ebenen voranbringen“, ist sich Belke sicher.

Nach der norddeutschen Wasserstoffstrategie der fünf norddeutschen Länder im November 2019 hatte nun auch das Bundeswirtschaftsministerium Anfang Juni 2020 die Nationale Wasserstoffstrategie der Bundesregierung verkündet. Zusammen mit dem Konjunkturpaket des Bundeskabinetts stehen rund 9 Milliarden Euro zur Verfügung. Und nicht zuletzt der Beschluss der Landesregierung MV zur CO-2-neutralen Wasserstoffwirtschaft sind Gründe genug, die Umsetzung zu beginnen und die Markteinführung zu starten.



Fazit: „Der von der Landesregierung gesetzte Rahmen muss schnellstmöglich praktische Wirkung haben, damit Investoren ihre Geschäftsmodelle im Rahmen der Energiewende umsetzen können. Nur so können wir auch im internationalen Wettbewerb um die besten Lösungen der zukünftigen Energieversorgung bestehen. Westmecklenburg hat ideale Voraussetzungen, dass auch hier die Wertschöpfung generiert wird!“, so Belke abschließend.
Redaktion Maik Thomaß

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