Polizeieinsatz anlässlich mehrerer angemeldeter Demonstrationen

Polizeieinsatz anlässlich mehrerer angemeldeter Demonstrationen

Ungelesener Beitragvon Maik Thomaß » 12.01.2019, 06:38

Polizeieinsatz anlässlich mehrerer angemeldeter Demonstrationen


Stralsund (ots) - Am 11. Januar 2019 führte die Polizeiinspektion Stralsund in der Stralsunder Innenstadt einen Polizeieinsatz aufgrund zwei bei der Versammlungsbehörde des Landkreises Vorpommern-Rügen angemeldeter Demonstrationen durch. Unterstützt wurde sie dabei durch Kräfte des Landesbereitschaftspolizeiamtes M-V sowie durch die Kriminalpolizeiinspektion Anklam.

Die Initiative "Vereint für Stralsund" meldete für den Zeitraum von 18:30 Uhr bis 22:30 Uhr einen Aufzug unter dem Thema: "Unsere Heimat, unser Auftrag!" an, der durch Teile der Tribseer Vorstadt, die Frankenvorstadt und Stralsunder Altstadt führen sollte. Gegen 19:00 Uhr startete der Aufzug mit zirka 125 Versammlungsteilnehmern in der Bahnhofstraße und passierte kurze Zeit später die angemeldete Mahnwache der Partei "Die Linke Vorpommern-Rügen" an der Deutschen Bank in der Tribseer Straße. Dabei kam es zwischen den zirka 80 Gegendemonstranten, die sich unter dem Motto: "Stralsund für ALLE" versammelt hatten, und den Teilnehmern des Aufzuges zu gegenseitigem lautstarken Protest.

Der Aufzug bewegte sich anschließend weiter durch die Frankenvorstadt über die Werftkreuzung in die Stralsunder Altstadt, weiter durch die Stralsunder Einkaufsstraße zurück über den Tribseer Damm zur Bahnhofstraße. Dort endete der Aufzug gegen 20:45 Uhr.
Entlang der Aufzugsstrecke wurden die Teilnehmer der Initiative "Vereint für Stralsund" durch mehrere kleine Gruppen von Gegendemonstranten begleitet. Ein gewalttätiges Aufeinandertreffen von Teilnehmern beider Demonstrationen konnte durch eingesetzte Polizeikräfte durch zum Teil einfaches Wegdrängen verhindert werden.

Innerhalb des Aufzuges wurde gegen einen Versammlungsteilnehmer ein Ermittlungsverfahren nach dem Versammlungsgesetz eingeleitet aufgrund des Verstoßes gegen das Waffenverbot. Der Mann führte innerhalb der Versammlung ein Elektroimpulsgerät (sog. Elektroschocker) sowie einen Laserpointer mit, welche sichergestellt wurden.

Zudem beschlagnahmten die eingesetzten Beamten am Rande der beiden Demonstrationen einen Teleskopschlagstock sowie geringe Mengen Betäubungsmittel von ehemaligen Teilnehmern der Mahnwache. Gegen einen 28-jährigen Stralsunder wurde ein offener Haftbefehl vollstreckt. Darüber hinaus wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachtes des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz gegen Unbekannt aufgenommen, nach Zünden eines Böllers am Rande des Aufzuges.

Die Kriminalpolizei hat die jeweiligen Ermittlungen aufgenommen und die entsprechenden Ordnungswidrigkeiten- und Strafverfahren eingeleitet.

Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108767/4164047
Redaktion Maik Thomaß

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