Heinkel-Mauer Rostock - Denkmal oder Denkmalaberkennung?

Heinkel-Mauer Rostock - Denkmal oder Denkmalaberkennung?

Ungelesener Beitragvon Maik Thomaß » 22.01.2017, 11:22

Heinkel-Mauer Rostock - Denkmal oder Denkmalaberkennung?


Rostock - Seit Jahren wird um die Heinkel-Mauer an der Lübecker Straße, nähe des Werftdreiecks, gestritten. Es folgten Gutachten für und gegen die Erhaltung.

Das Areal hinter der Heinkelmauer gehört der Wiro. Sie will, schenkt man den Meldungen glauben, Wohnungen errichten. Da stört natürlich eine "alte" baufällige Mauer. Eine Integration des vorhandenen Bauwerks in neue Bauwerke, welcher Art auch immer, sei nicht möglich. Nun wurden Gutachten erstellt, die wenige Monate nach dem vernichtenden Entschluss "die Mauer muss weg" von Gutachtenauswertungen im wahrsten Sinne des Wortes platt gemacht wurden.

Es gab bei der Begutachtung Fehler. So waren Bestands- und Schadensaufnahme, Kenndatenermittlung und Bauwerksdiagnose unzureichend. Damit hat die Landesdenkmalbehörde den Abriss der Heinkel-Mauer gestoppt. Aber was kommt jetzt Wie geht es weiter?

Wie die Hansestadt Rostock mit Denkmälern umgeht, haben wir in der Vergangenheit bereits miterlebt. Als wohl bekanntestes Beispiel gilt die MS "Georg Büchner", das Congoboot, welches 2005 zum Denkmal ernannt wurde und im Jahr 2013 von der Denkmalschutzliste gestrichen wurde. Hier war es nicht direkt die Hansestadt Rostock, sondern das Landesdenkmalamt, welches letztlich die Entscheidung trug, jedoch hätte die Hansestadt Rostock zur Wahrung ihres Rufes einlenken können.

Es gab weitere Entscheidungen seitens der Hansestadt Rostock, die mehr als fraglich sind. So zum Beispiel die Warnemünder Mittelmole mit ihren Fährbecken. Mit nur einem Gutachten, welches vielfach angezweifelt wurde, wurden die historischen Fährbecken für immer mit Sand verfüllt und sind nicht mal mehr in ihren Grundrissen erkennbar. Oberbürgermeister Methling versucht sich, so macht es mir persönlich den Anschein, einen nach dem anderen Meilenstein in seiner Biografie zu legen. Meilensteine und "Denkmäler", die über den Köpfen der Menschen der Hansestadt Rostock hinweg entschieden werden.

Aktuellstes Beispiel das Großprojekt "Groß Biestow". Und das wird noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. Bereits in diesem Jahr soll die Steintorkreuzung umgestaltet werden. Dies zum Wohle der Sicherheit (Unfälle passieren dort so gut wie nicht. Und bezugnehmend auf einen tödlichen Verkehrsunfall, bei der eine bei rot über die Kreuzung gehende Passantin zu Tode kam. Wer bei rot eine Ampelkreuzung quert, sollte sich bewusst sein, dass dies meist tragisch endet).

Hier geht es zur Abstimmung. Soll die Heinkel-Mauer in Rostock abgerissen oder erhalten werden?
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